Die Arbeitnehmer in Deutschland müssen im kommenden Jahr etwas mehr arbeiten: 2026 hat im Schnitt bundesweit 250,5 Arbeitstage und somit 2,4 Tage mehr als das laufende Jahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 09. Dezember mitteilte. Das liegt an Feiertagen wie dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober und dem 26. Dezember, die 2026 auf das Wochenende fallen. Die Zahl der Arbeitstage hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung. Es gelte zwar die Faustregel, dass ein Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent erhöhe, erklärte das Bundesamt weiter. Der „tatsächliche Effekt“ hänge jedoch auch davon ab, wann im Jahr der zusätzliche Arbeitstag liege: „Zwischen Heiligabend und Neujahr ruht die wirtschaftliche Tätigkeit in vielen Branchen ohnehin weitgehend.“ Wenn der 3. Oktober hingegen auf das Wochenende falle, habe das einen größeren Einfluss als ein Weihnachtsfeiertag. Den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung bei den Arbeitstagen gab es nach Angaben des Bundesamtes im Jahr 2004 mit durchschnittlich 252,8 Tagen. Die wenigsten Arbeitstage wurden 1991 mit 246,9 Tagen verzeichnet. 1995 wurde in allen Bundesländern außer Sachsen der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft – das habe insgesamt zu einem Anstieg der Arbeitstage geführt, erklärte das Bundesamt. Möglichst lange frei – mit möglichst wenigen Urlaubstagen Dennoch bietet 2026 mehrere günstige Kombinationen aus Feiertagen und Brückentagen, um auf mehr zusammenhängende freie Tage zu kommen. Gleich zu Jahresbeginn fällt der 1. Januar auf einen Donnerstag. Mit einem Urlaubstag am 2. Januar entstehen vier freie Tage. Wer schon Ende 2025 freinimmt, kann mit vier Urlaubstagen elf Tage am Stück herausholen – in vielen Betrieben sogar zwölf, da Heiligabend und Silvester oft nur halbe Urlaubstage kosten. Ostern bietet erneut großes Potenzial: Wer vom 30. März bis 2. April oder vom 7. bis 10. April Urlaub nimmt, erhält jeweils zehn freie Tage mit nur vier Urlaubstagen. Der 1. Mai fällt 2026 auf einen Freitag – dadurch wird ein Drei-Tage-Wochenende möglich, aber kein Brückentag. Christi Himmelfahrt am 14. Mai bringt mit einem Urlaubstag vier freie Tage. Richtig lang wird es im Übergang zu Pfingsten: Vier Urlaubstage (11.–13. sowie 15. Mai) ergeben neun freie Tage, sechs Urlaubstage sogar zwölf. Im Herbst gibt es dagegen keine Extras: Der 3. Oktober und der Reformationstag liegen auf einem Sonnabend. Auch zum Jahresende sind die Feiertage ungünstig verteilt. Weihnachten fällt auf Freitag und Sonnabend, Neujahr 2027 ebenfalls auf einen Freitag. Wer jedoch zwischen dem 28. und 31. Dezember Urlaub nimmt, kommt auf zehn freie Tage; mit zusätzlichem Urlaub vor Weihnachten sind bis zu 16 freie Tage möglich.